Im Strandkorb

Und plötzlich regnet es aus irgendeiner Wolke, manchmal nur ein paar Tropfen, manchmal ist’s aber auch ein richtiger Schauer! Auf der einen Seite pechschwarze Wolken, auf der anderen Seite Sonne, blauer Himmel und dazwischen die perfektesten Regenbogen – manchmal gleich zwei aufs Mal! So schnell der Regen begonnen hat, so schnell endet er auch wieder. Die Wolken werden einfach weggeblasen und nur eine nasse Zeitung und ein verregnetes Glas Wein erinnern noch daran, dass es geregnet hat. Ich bin täglich sicherlich zweimal nassgeregnet worden und habe trotzdem den Eindruck, nur wunderbares Wetter gehabt zu haben.
Ich habe zur Hälfte ostdeutsches Blut in mir, weshalb mir wohl 25 Grad im Schatten vollständig reichen. Überhaupt: Das Wetter, der Strand, der Strandkorb und die Ostsee – das ist wie heimkommen. Liegt wahrscheinlich auch am schönen Hotel. Und daran, dass ich an einem Ort, wo es immer herrlich frische Austern gibt, wunschlos glücklich bin. Die andere Hälfte in mir ist nicht so gut verortet wie die germanische, sie schwankt immer ein bisschen zwischen Italien und Frankreich und ist wahrscheinlich auch für die gelegentlichen Ausschweifungen verantwortlich. Doch eines haben beide Seiten in mir gemeinsam: Sie sind total verfressen. Schöne Ferien!